Letzte Veranstaltung am 14. November 2012

Zwischen Wut- und Mutbürger - Potenziale und Risiken der neuen Bürgerinitiativen

Es diskutierten auf dem Podium:

Anke Domscheit-Berg
  1. Anke Domscheit-Berg

  2. Journalistin und Aktivistin
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Prof. Gerhard Matzig
  1. Prof. Gerhard Matzig

  2. Autor und Professor an der Universität für angewandte Kunst in Wien
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Ilija Trojanow
  1. Ilija Trojanow

  2. Schriftsteller, Übersetzer und Verleger
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Die Veranstaltung wurde moderiert von:

Hans-Michael Besig
  1. Hans-Michael Besig

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„Eine neue Gestalt macht sich wichtig in der deutschen Gesellschaft: Das ist der Wutbürger.“ Als der Journalist Dirk Kurbjuweit seinen Spiegel-Essay im Herbst 2010 mit diesen Zeilen einleiteten, wirkten sie fast so elektrisierend wie weiland der berühmte Erstsatz des kommunistischen Manifests von Marx und Engels: „Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus.“ Der Begriff wurde zum Wort des Jahres von der Deutschen Gesellschaft für Sprache gewählt, mit Recht, brachte er doch ein weit verbreitetes Unbehagen tragender Schichten der Gesellschaft auf den Punkt.

Kurbjuweits Wutbürger ist konservativ, gebildet und zutiefst beunruhigt durch die Moderne. Er bejaht die Thesen von Thilo Sarrazin gegen die Multikulti-Gesellschaft, gehört aber auch zu den honorigen Aktivisten gegen Stuttgart 21. Inzwischen hat sich die Unruhe generations- und schichtübergreifend ausgebreitet. „Empört Euch“ wird zum Leitspruch für eine Vielzahl von Bürgerinitiativen und politischen Bewegungen. Man denke nur an die aus dem Stand erfolgreiche Piratenpartei, von der die prominente Literatin Juli Zeh glaubt, sie habe das Zeug dazu, „die neue sozialliberale Partei Deutschlands zu werden“.

Aber genügt es einfach zu protestieren? In seinem Buch Einfach nur dagegen – Wie wir unseren Kindern die Zukunft verbauen plädiert der Journalist Gerhard Matzig für den Mut zu Innovation und Veränderung. Just diesem Leitmotiv verpflichtet sind Projekte wie „Ein Englischer Garten“, die Initiative zur Wiedervereinigung des durch den Mittleren Ring zerschnittenen Münchner Parks. Es fragt sich: Braucht die Gesellschaft nicht eher konstruktive Aktivisten – Mutbürger - als vehemente Protestierer? Oder ergänzen sich beide Gruppen, sorgen sie gemeinsam für ein lebendiges Gemeinwesen? Um diese und andere Fragen kreist die Podiumsdiskussion „Zwischen Mut- und Wutbürger“.

Impressionen der Veranstaltung

NEU NEU NEU - Das Booklet zur Podiumsdiskussion steht hier für Sie zum Download bereit.

Das Thesenpapier von Kaevan Gazdar zur Podiumsdiskussion steht ab sofort zum Download bereit.

Rückblick auf die letzte Veranstaltung:

"Schuld und Schulden: ein ewiger Kreislauf?"

Roland BergerBuchhandlung Hugendubel